Medienmitteilung

Erneuter Quantensprung in der Deutung des Yi Jing

Schweizer entwickelt Lebenstagebuch auf Basis des Yi Jing

Küssnacht, 20.12.2020 – Das Yi Jing ist der älteste Klassiker des chinesischen Denkens und gibt Antworten auf die funktionsweise des Lebens in kosmologischer, philosophischer und politischer Hinsicht. Für Konfuzius war es die zentrale Quelle der Weisheit, die für Beamte im Chinesischen Kaiserreich die Basis für weise Entscheidungen bildete.

Schon 2012 gelang Rudolf Räber der entscheidende Schritt, um das Yi Jing alltagstauglich zu machen. Er entwickelte den GENDICE, der es dem Anwender ermöglicht in einem Wurf das für die Situation richtige Hexagram zu bestimmen. Bisher waren 6 Würfe mit Münzen notwendig. Die Ausgestaltung des Gendice ist sehr hochwertig und Orakel konform.

Es stellte sich nun die Frage, wie das Yi Jing für einfache Bürger von Nutzen sein kann. Die Antwort liegt in der Kombination von sehr leicht verständlichen Deutungen der Hexagramme und der eigenen Lebenserfahrung.

In unserer schnell lebigen Zeit sind wir meist die Getriebenen ohne Zeit für Reflexion, ohne die Möglichkeit den Überblick zu erhalten. Wir werden in ein Segment gedrängt und haben zu funktionieren. Dies ist in China nicht anders als in westlichen Ländern. Das Yi Jing Lebenstagebuch führt uns inhaltlich regelmässig 64 Aspekte des Lebens vor Augen. Diese erfahrungswissenschaftlichen Erkenntnisse ergänzen wir nun mit unseren eigenen Lebenserfahrungen und finden dadurch in jeder Situation Hilfestellung für unsere persönlichen Entscheidungen.

Über GENDICE

Erfinder des Lebenstagebuchs ist der studierte Sinologe Rudolf Räber. Er ist uns bereits bekannt als Gründer von search.ch. Die fein ausgearbeiteten Kurzdeutungen stammenvon Dominik Rollé, der selber Feng Shui Meister ist.
GENDICE und Yi Jing Lebenstagebuch sind in ausgewählten Geschäften und online über http://www.gendice.com erhältlich.

Weitere Informationen

Geminy Solutions AG
Rudolf Räber
T 041 240 68 68

rudolf@gendice.com

Dieser Pressetext ist auf http://www.gendice.com publiziert.

Roger Federer zum Zweiten

Ich habe bereits 2013 das Yi Jing zu Roger Federer befragt und nun ist sicher ein passender Zeitpunkt dies nochmals zu tun. Wie Ernst müssen wir Rogers Hinweis nehmen anlässlich der Sports Awards? Wie weit ist eine restlose Heilung seines Knies möglich? Macht Covid sowieso weiterhin der Tour zu schaffen? Zusammengefasst gibt es eine Zukunft für Roger im aktiven Tennis und wie präsentiert sich der Weg?

Die Antwort lautet: Erde über Erde, Hexagramm 2, Hingabe

Lass deine eigenen Wünsche und Vorstellungen los. Werde zum Kanal für die Impulse von anderen und fördere diejenigen Ideen, die in deinem Herzen auf Resonanz stossen. Offenheit und Bereitschaft weisen dir einen ganz natürlichen Weg zum Ziel.

Meine Einschätzung: Der Hinweis an den Sports Awards hat was dran, auch die Tatsache, dass er sich noch nicht kompetitv fühlt für die Australien Open.
Mit On Running hat er sich bereits ausserhalb des Tennis engagiert und dieses Unternehmen wird ihn zweifellos gedanklich beeinflussen. Ob diese Beschäftigung nun schon ganz seinen Herzenswünschen entspricht möchte ich offen lassen und ich bin gespannt, wo Roger ansetzen wird. In diesem Sinne ein gutes Neues Jahr Roger. Wir lieben dich.

Tägliches Ritual

Brigitte Hamann schreibt in ihrem Buch „I Ging“: „Sie können das Buch der Wandlungen zu einem Wegbegleiter machen, der Sie zum Nachdenken anregt und Ihnen durch seine aus der Natur abgeleiteten Bilder ein tiefes Verständnis der Zusammenhänge des Lebens vermittelt. Machen Sie das Hexagramm zu einem Meditationsgegestand, dessen Wirken Sie überall beobachten können, nicht nur in Ihrem eigenen Leben.“
Auf die Idee, den Gendice als tägliches Ritual zu benutzen hat mich auch Alexa Le gebracht.
Das leuchtet ein, ob ich mir die Antwort ansehe, ob ich mit der Deutung bis am Abend warte, das Ritual beinhaltet vieles und schöpft aus einer wertvollen Quelle.

Wie wird Roger Federers 2013?

Als grosser Roger Federer Fan, der vier Reisen ans Tennis Masters nach Shanghai organisiert hat, bin ich gespannt darauf, wie die Karriere von Roger sich weiter entwickelt.

Mit dem GENDICE ermittelten Bürokollegen und ich die Konstellation bereits vor zwei Wochen im Büro.

Das Resultat: 49, Die Umwälzung

Bei Grandmaster Yap Cheng Hai finden wir folgende Interpretation:

„Sign of a reform or change from old to new“
Bezogen auf die Karriere finden wir folgende Worte: „Must change aim or direction to achieve results.“

Eindeutiger kann die Antwort wohl kaum ausfallen. Natürlich wünschen wir uns von Roger noch viele weitere Erfolge. Auf der anderen Seite wissen wir, dass der Tag kommen wird, wo Roger keinen Grand Slam mehr gewinnen kann.

Roger ist im Stande noch viel für unsere Erde zu leisten. Wir brauchen Vorbilder wie ihn, die bereit sind Verantwortung zu tragen. Ich bin gespannt darauf, welche Richtung Roger einschlagen wird.

䷿ 64. We Dsi/Wèi Jì 未濟 – Vor der Vollendung

oben Li, das Haftende, das Feuer
unten Kan, das Abgründige, das Wasser

Es ist in dem Zeichen die Zeit angedeutet, da der Übergang aus der Unordnung zur Ordnung noch nicht vollendet ist. Der Umschwung ist zwar schon vorbereitet, indem alle Striche des oberen Trigramms zu denen des unteren in Beziehung stehen. Aber sie sind noch nicht auf ihrem Platz. Während das vorige Zeichen dem Herbst gleicht, der den Übergang vom Sommer zum Winter bildet, ist dieses Zeichen wie der Frühling, der aus der Stockungszeit des Winters in die fruchtbare Zeit des Sommers führt. Mit diesem hoffnungsvollen Ausblick schließt das Buch der Wandlungen ab.

Das Urteil

Vor der Vollendung. Gelingen.
Wenn aber der kleine Fuchs,
wenn er beinahe den Übergang vollendet hat,
mit dem Schwanz ins Wasser kommt,
dann ist nichts, das fördernd wäre.

Die Verhältnisse sind schwierig. Die Aufgabe ist groß und verantwortungsvoll. Es handelt sich um nichts Geringeres, als die Welt aus der Verwirrung in die Ordnung zurückzuführen. Dennoch ist es eine Aufgabe, die Erfolg verheißt, da ein Ziel vorhanden ist, das die auseinanderstrebenden Kräfte zu vereinigen vermag. Nur muß man zunächst noch leise und behutsam vorgehen. Man muß vorgehen wie ein alter Fuchs, der übers Eis geht. In China ist die Vorsicht des Fuchses, wenn er über Eis geht, sprichwörtlich. Er horcht stets auf das Krachen und sucht sich sorgfältig und umsichtig die sichersten Stellen aus. Ein junger Fuchs, der diese Vorsicht noch nicht kennt, geht kühnlich drauflos, und da kann es vorkommen, daß er hineinfällt, wenn er beinahe schon über das Wasser ist, und seinen Schwanz naß macht. Dann war natürlich die ganze Mühe vergeblich. Dementsprechend ist in Zeiten vor der Vollendung Überlegung und Vorsicht die Grundbedingung des Erfolges.

Das Bild

Das Feuer ist oberhalb des Wassers:
das Bild des Zustands vor dem Übergang.
So ist der Edle vorsichtig in der Unterscheidung der
Dinge, damit jedes auf seinen Platz kommt.

Wenn das Feuer, das ohnehin nach oben dringt, oben und das Wasser, dessen Bewegung abwärts geht, unten ist, so gehen ihre Wirkungen auseinander und bleiben ohne Beziehung. Will man eine Wirkung erreichen, so muß man erst erforschen, was die Natur der in Betracht kommenden Kräfte und welches der ihnen zukommende Platz ist. Bringt man die Kräfte an der rechten Stelle zum Einsatz, so haben sie die gewünschte Wirkung, und die Vollendung wird erreicht. Um aber die äußeren Kräfte richtig handhaben zu können, ist es vor allem nötig, daß man selbst den richtigen Standpunkt einnimmt. Denn nur von da aus kann man richtig wirken.

63. Gi Dsi/Jì Jì 既濟 – Nach der Vollendung

oben Kan, das Abgründige, das Wasser
unten Li, das Haftende, das Feuer

Das Zeichen ist die Ausgestaltung des Zeichens Tal, der Friede (Nr. 11). Der Übergang aus der Verwirrung zur Ordnung ist vollzogen, und nun ist auch im einzelnen alles auf seinem Platz. Die starken Linien sind auf den starken, die schwachen Linien sind auf den schwachen Plätzen. Das ist ein sehr günstiger Aspekt. Allein er gibt doch zu denken. Gerade wenn das vollkommene Gleichgewicht erreicht ist, kann jede Bewegung dazu führen, daß aus dem Zustand der Ordnung wieder der Zerfall entsteht. Dem einen starken Strich, der nach oben gegangen ist und so die Ordnung im einzelnen vollkommen gemacht hat, folgen die anderen ihrer Natur entsprechend nach, und so entsteht dann plötzlich wieder das Zeichen Pi, die Stockung (Nr. 12). So deutet das Zeichen auf die Verhältnisse eines Höhepunktes, die äußerste Vorsicht nötig machen.

Das Urteil

Gelingen im Kleinen. Fördernd ist Beharrlichkeit.
Im Anfang Heil, am Ende Wirren.

Der Übergang von der alten in die neue Zeit ist schon vollzogen. Prinzipiell ist alles schon geregelt. Nur noch im einzelnen läßt sich Erfolg erzielen. Dabei kommt es jedoch darauf an, daß man stets die rechte Gesinnung wahrt. Es geht alles seinen Gang wie von selbst. Das verführt zu leicht dazu, daß man in seiner Anspannung erlahmt und die Dinge laufen läßt, ohne sich im einzelnen darum zu kümmern. Diese Gleichgültigkeit ist aber die Wurzel allen Übels. Aus ihr entspringen mit Notwendigkeit Verfallserscheinungen. Hier ist die Regel aufgestellt, wie es in der Geschichte zu gehen pflegt. Aber diese Regel ist kein unausweichliches Gesetz. Wer sie versteht, der vermag durch unausgesetzte Beständigkeit und Vorsicht ihre Wirkungen zu vermeiden.

Das Bild

Das Wasser ist oberhalb des Feuers:
das Bild des Zustands nach der Vollendung.
So bedenkt der Edle das Unglück
und rüstet sich im voraus dagegen.

Wenn das Wasser im Kessel über dem Feuer hängt, so stehen beide Elemente in Beziehung, und es wird dadurch Kraft erzeugt. (Vgl. die Entstehung des Dampfes.) Allein die dadurch entstehende Spannung gebietet Vorsicht. Läuft das Wasser über, so wird das Feuer ausgelöscht, und seine Kraftwirkung geht verloren. Ist die Hitze zu groß, so verdampft das Wasser und geht in die Luft. Die Elemente, die hier in Beziehung zueinander stehen und so Kraft wirken, sind an sich einander feindlich. Nur die äußerste Vorsicht kann Schaden verhüten. So gibt es auch im Leben Verhältnisse, da alle Kräfte ausgeglichen sind und zusammenwirken und daher scheinbar alles in bester Ordnung ist. Der Weise allein erkennt in solchen Zeiten die Momente der Gefahr und weiß durch rechtzeitige Vorkehrungen sie zu bannen.