About

Der Ursprung von GENDICE (ausgesprochen: Schen Dice) liegt im Sommer 2012.
Rudolf Räber sass auf dem Zeltplatz von Disentis und bearbeitete ein Stück Sperrholz mit seinem Victorinox Messer.
Natürlich interessierten sich die spielenden Kinder dafür, was der Mann da an diesen Hölzchen rumfeile. Es dauerte ein Weilchen bis ein schlaues Bürschchen es herausfand und bald wussten es alle: „Er erfindet ein Spiel“.
Damals war es ein Spiel. Es ging vorerst einzig darum, die Idee der neun Felder mit Kugeln zu besetzen und dadurch einen Würfel mit mehr als sechs Zufallszahlen entstehen zu lassen.

Die Woche darauf war die ganze Familie im Jura und neben wandern, baden, Tennis spielen und Stadtbummel in La Chaux de Fonds blieb einige Zeit, ein Zahlensystem und ein rudimentäres Erscheinungsbild zu entwickeln.

Anlässlich des Seenachtsfests in Küssnacht lud Rudolf seine besten Freunde der Lu Jong Ausbildung (Tibetisches Heilyoga nach Tulku Lobsang) zu einem gemütlichen Tag ein: Kanu fahren, kochen, spielen und Feuerwerk kucken. Da wurde zum ersten Mal GENDICE „Schen Dice“ gespielt. Die Interpretation der weissen und der schwarzen Kugel waren noch nicht ganz ausgereift, doch die Positionen der Kugeln in Bezug auf die weibliche und die männliche Seite, die Erdnähe oder die Himmelsnähe gaben reichlich Stoff für Orakeldeutungen.
Das Wichtigste aber war, die Funktionstüchtigkeit und der Unterhaltungsfaktor des GENDICE waren unter Beweis gestellt. Rudolf Räber meldete den Zahlengenerator zum Patent an.

Der nächste Test war der fünzigste Geburtstag. Zwischenzeitlich wurde etwas Marktforschung betrieben und beim Brändi, dem Hersteller des Brandi Dog©
wurden erste professionelle Prototpen hergestellt. Die Holzversion war geboren. Wird sie im 2013 als Brandy Dice© auf den Markt kommen? In jedem Fall, der Bandi Dice erlaubte das Spielen und das Spinnen weiterer Ideen.

Viel fehlte nun nicht mehr, der studierte Sinologe Rudolf Räber, der sich von seinen Freunden, Philosophen, Theologen, Lu Jong- und Yogaleherern inspirieren liess, wagte den Schritt zu einer professionellen Fertigung und fand zusätzlich Unterstützung bei einem professionellen Gestalter.

Zahlen kreisten schon immer im Kopf von Rudolf umher, das räumliche Vorstellungsvermögen liegt ihm im Blut. Am 24.11.1999 registrierte er die Domainnamen null.ch, eins.ch, zwei.ch, drei.ch etc. bis zehn.ch. Die neun Felder nutzte er seither zur Darstellung jeglicher Information. Und jetzt ist es soweit, am 2. Dezember 2012 gibt es ihn, den GENDICE.

Apropos Würfel, Elemente und Zahlen: Im Dezember 1993 stellte Rudolf Räber einen auf dem Bärenplatz vor dem Bundeshaus auf. Thema waren die 4 Elemente. Er bestand aus 4 x 64 Teilen …
Elemente vor dem Bundeshaus

19 Antworten auf “About”

  1. Tönt alles irgendwie spannend und total geheimnisvoll. Gibt es irgendwelche Regeln, um zu verstehen, worum es überhaupt geht?

    1. Der Gendice ist ein Zufallsgenerator. Er ist Spiel aber auch I Ging Orakel.
      Beim I Ging werden zufällig zwei Himmelsrichtungen bestimmt, die für 8 Ausprägungen stehen (Himmel, Feuer, Wasser, Erde. Luft, Donner, Sumpf und Berg). Sie können sich vorstellen, dass jede der 64 möglichen Kombinationen eine andere Energie darstellt. Aber vielleicht kenne Sie das I Ging ja schon. In jedem Fall gibt es keine einfachere Form als mit dem Gendice, wie Sie in einem mechanischen System (softwaregesteuerte sind immer beeinfluss) in einem Wurf ein eindeutiges Hexagramm bestimmen können.
      Die Verpackung ist als Anleitung gedacht, um auf jegliche Tabellen verzichten zu können.

      Durch die Anordnung der neun Felder, in die neun Kugeln div. Farben zufällig positioniert werden gibt es sehr viele Möglichkeiten (aktuell 3168), wie diese zu liegen kommen. Ich möchte nicht einzeln aufzählen, welche Spiele ich mir alle schon ausgedacht habe. Hier liegt die Kreativität und das Vorstellungsvermögen jeder/s Einzelnen.

      Es braucht Regeln, ja, die bestimmen wir gemeinsam.

  2. Habe das Tagebuch gesehen. Interessant. Denke es braucht noch etwas mehr um sein Leben zu managen als ein Würfel und ein Buch. Aber es ist sicherlich ein Anfang

  3. Wie Georg schreibt, es tönt interessant, aber lauf der Beschreibung und der vielen Möglichkeiten ist es schwer zu erfassen wie das Spiel funktioniert.

    1. Danke Ahmet, natürlich kann das Buch als Spiel betrachtet werden. Der Sinn des Yi Jing ist jedoch eine Hilfestellung bei Fragen des Alltags. Im alten China diente es Beamten dazu weise Entscheide zu fällen. Der Sinn des Lebenstagebuchs ist die alten Weisheiten durch eigene Erfahrungen zu ergänzen, damit diese einem in Zukunft Halt geben können.

  4. Der Yi Jing Würfel und das Buch ist sicher eine überlegte Sache, aber brauchen wir in der heutigen Zeit noch mehr Informationen über Vergangenes oder leben wir besser im hier und jetzt? NIcht dass ein solches Lebensgadget zum Staubfänger zuhause wird. Das Orakel Yi Jing wird es uns sagen, wie es auch auf dieser Webseite die Befindlichkeit von Roger Feder vorhersagt.

    1. Herzlichen Dank Hans Peier, das Argument mit dem Hier und Jetzt ist aus meiner Sicht sehr verfänglich. Mir ist der Ausdruck bei vollem Bewusstsein lieber. Wieso? Jeder von uns ist zu jedem Zeitpunkt sehr vielen Einflüssen ausgesetzt. Das merken wir, wenn wir mit Leuten in einem Gespräch sind aber insbesondere auch bei jeglichem Medienkonsum. Geht es nicht darum sich diesen Einflüssen bewusst zu sein, den Wind wahrzunehmen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen? Wenn wir dies nicht tun, dann kann im Hier und Jetzt sehr leicht bedeuten, dass wir einfach im Strom mitschwimmen.

    1. Herzlichen Dank Rita,
      es ist gerade das Ziel mit dem Buch einen analogen Gegenpol zu schaffen gegenüber der digitalen Welt. Digitale Hilfsmittel helfen uns, ohne Zweifel. Der grosse Wert im Yi Jing Lebenstagebuch liegt jedoch darin, zu reflektieren und auf Erfahrungen zurückzublicken. Wenn plötzlich die eigenen Einträge beginnen uns persönliche Antworten zu liefern, dann ist die Freude umso grösser. Die grösse des Buches ist darauf abgestimmt, dass es ein Leben lang hält. Es passt vielleicht nicht in eine Handtasche, in eine Aktentasche oder einen Koffer aber auf jeden Fall.
      Den Gendice habe ich jedoch schon mal auf Anhängergrösse bemustern lassen. Damit können sie in jeder Situation orakeln und später in Ruhe darüber reflektieren.
      Lieber Gruss
      Ruedi

  5. Hallo Herr Räber
    Nachdem ich das lange Video der Erklärungen geschaut habe finde ich Gendice eigentlich interessant. Der Würfel geht ja noch, aber dieses gebundene braune Buch finde ich viel zu gross, um dies in den entscheidenden Momenten mit zu haben. Gibt es hier keine kleinere Variante. Es nützt ja nichts, wenn die Sache zuhause in einem Büchergestell steht.
    Viel Glück mit der Sache.
    Freundliche Grüsse
    H Wolf

    1. Herzlichen Dank Herr oder Frau Wolf,

      ich verstehe Ihren Einwand.
      Mir ist es wichtig ein Buch für ein ganzes Leben bereitzustellen. So etwas ist im Prinzip auch zu schade, um permanent auf sich zu haben.
      Vom Würfel habe ich in der Tat eine winzige Anhängervariante gemacht, für die ich nur noch die richtigen Kügelchen finden müsste.
      Mein Tipp wäre, sich im Alltag den Gedanken zu notieren und am Abend in aller Ruhe darüber zu reflektieren.

      Freundlicher Gruss
      Rudolf Räber

  6. Sehr geehrter Herr Räber
    Bin aus Schwyz und habe Ihren Artikel im Bote der Urschweiz gelesen.
    Dieses Tagebuch hat sicherlich einen interessanten Aspekt aber haben Sie wirklich das Gefühl, ein solches Tagebuch kann die Schweiz retten, da ja wie Sie im Bote schreiben so viel negatives im digitalen Bereich läuft. In der Schweiz wird nach meiner Ansicht viel über die digitale Zukunft diskutiert und in verschiedenen Gremien sich Gedanken gemacht. Auch haben wir viele gute IT-Firmen die täglich ihr bestes geben.
    Zudem denke ich, dass eine Veränderung nicht aus Frust heraus auf dei globalen Player erfolgen sollte, sondern aus der Innovation von Neuem. Mal sehen ob Ihre Service Cloud dann die Lösung ist. Wünsche Ihnen viel Erfolg dabei.

    1. Hallo Hanspeter,
      herzlichen Dank für Ihr Feedback, das ich sehr schätze.

      Das Buch hat mit der Digitalgenossenschaft direkt nichts zu tun.
      Das eine ist privates Interesse und das andere ist gesellschaftliches Engagement.

      Die Motivation eine gemeinsame digitale Basis für das lokale Gewerbe zu schaffen entsteht nicht aus Frust gegenüber den Techgiganten.
      Es geht gerade darum gemeinsam mit den lokalen IT-Firmen Lösungen zu finden, die besser auf uns zutreffen, als der Einheitsbrei, der uns vorgesetzt wird.

      Lassen Sie uns heute Abend das Orakel befragen und sehen, welche Hinweise es uns geben kann 😉

      Freundlicher Gruss
      Rudolf Räber

    2. „Mal sehen ob Ihre Service Cloud dann die Lösung ist“, dies ist eine Frage, die wir stellen können um zu sehen, wie wir die Herausforderung am besten angehen.
      Ich schüttle mal den Gendice: Siehe da, doppeltes Feuer! (die weisse Kugel im Norden und die schwarze in der Mitte):

      Hexagramm 30
      Bedeutung: FASZINATION, Was dir am Herzen liegt, erhellt dein Umfeld
      Die Kraft deiner tiefsten Überzeugung verleiht deinem Leben Sinn und Inhalt. Sie erhellt dir den Weg und ist anderen ein Licht, dem sie folgen können. Steh zu deiner innersten Wahrheit und sprich sie aus. Es wird dich stärken und dein Umfeld inspirieren.

  7. Grüezi Gendice
    Bin zufällig auf Ihre Webseite gestossen und habe mich für das Tagebuch interessiert und das Video angeschaut. Wie das mit dem Würfel funktioniert habe ich anhand des Videos nicht ganz verstanden. Gibt es evtl. eine Beschreibung als PDF, um diese runter zu laden.
    Zudem schreiben sie im Kommentar vom 31.1. eine Frage wie „Mal sehen ob Ihre Service Cloud dann die Lösung ist“,
    Was hat eine Service Cloud mit diesem Würfel und Tagebuch zu tun.
    Habe ich etwas verpasst?
    Viel Erfolg weiterhin mit Gendice und freundliche Grüsse
    Petra

    1. Herzlichen Dank Petra
      Lustig, der Hinweis auf die Cloud kam von einem Leser eines Beitrags in der lokalen Zeitung.
      Ich bin dabei unter eins.ch eine Internetplattform aufzubauen, daher die Frage.

      Ein PDF habe ich noch nicht, kann das aber sicher machen.
      Es geht beim Yi Jing um Urkräfte, die sich über die Himmelsrichtung definieren.
      Mit dem Gendice ermitteln wir die Himmelsrichtungen über die weisse und die schwarze Kugel.
      So werden zwei Trigramme bestimmt, die dann ein Hexagramm ergeben.
      So gibt es 64 mögliche Lebenssituationen.

      Lieber Gruss
      Ruedi

  8. Hallo Gendice Brauchen wir wirklich so alte Weisheiten aus einem China, welches es heute gar nicht mehr gibt. Würden wir uns nicht besser unsere eigenen Gedanken machen zu unserer Kultur, was zu uns passt und was uns im Dialog weiterbringt. Wäre vielleicht besser als zu würfeln und die Sachen in einem Buch einzutragen. Vielleicht könnte man das Spiel in unsere Zeit tranportieren.
    Viel Vergnügen beim Shaken des Würfels
    Hans

    1. Herzlichen Dank Hans
      Die Weisheit aus China ist im Grunde nur ein Anstoss. Der Ansatz ist interessant, weil er die verschiedensten Lebenssituationen beschreibt, in die ein Mensch kommen kann.
      Im Lebenstagebuch geht es darum eben nicht eine Lebensanleitung zu übernehmen, sondern sich selber ein Bild zu machen. In der heutigen Welt fehlt es an Reflexion. Dadurch, dass wir uns wichtige Gedanken, Erfahrungen und Fragestellungen in einem Buch festhalten und diesen immer wieder begegnen (zufällig wohlbemerkt) können wir immer wieder wertvolle Schlüsse für unseren Alltag ziehen.
      Der Dialog ist wichtig, da gebe ich Ihnen recht, doch der beginnt meines Erachtens in sich selber.
      Freundlicher Gruss
      Ruedi

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